Für mein Nutzerprofil bin ich mit meinem Linux nicht ganz glücklich und
bitte daher um Kommentare, Ratschläge.
Den Rechner benutze ich ganz konventionell: vor allem Mozilla
Thunderbird und Firefox, OpenOffice, LaTeX. Nach den üblichen
Windowsschwierigkeiten machte ich zunächst mal mit opensuse 9.3 einen
Anlauf, ging zu Windows zurück, um dann einen neuen Versuch mit opensuse
10.1 zu starten und dabei zu bleiben. Heute benutze ich opensuse 11.1
zusammen mit kde 4.2.4 und darin die oben genannten Programme und
zusätzlich hauptsächlich
- wine z.B. für Windows Office
- kile als Benutzeroberfläche für das Satzsystem LaTeX
- k3b für Sicherungs-DVD's
- GoogleEarth
aber z.B. keine schnellen Spiele.
Das Problem: ich verbringe zu viel Zeit vor dem Rechner, weil irgend
etwas immer nicht tut. Im Augenblick u.a.
- tut der Ton nicht
- schaltet kde nach dem Aufwachen aus suspend-to-disk nicht zu einer
bestimmten Arbeitsfläche um
- erkennt k3b eine frisch gekaufte DVD-RW nicht, obwohl das
Laufwerk in Ordnung scheint (DVD-ROMs werden erkannt)
- kdeinit kann einige Programme nicht öffnen
- Die Tastaturkürzel zum Aufruf von Programmen sind seit kurzem
wirkungslos
Ich wüßte nicht, was ich ohne die hilfreichen Gruppen
- alt.linux.suse
- de.comp.os.unix.linux.misc
- de.comp.os.unix.apps.kde
- de.comp.os.unix.shell
tun sollte, und komme mir mit meinen vielen Fragen dort ziemlich doof vor.
Irgend etwas ändert sich immer durch Updates, und ich komme mir wie ein
atemlos hinterherhechelnder Hund vor. Es gibt sicher Leute, denen die
Beschäftigung mit dem Innenleben von Linux Befriedigung verschafft; mir,
der ich den Rechner nur als Werkzeug benutze, eher nicht. Eine
Parallele: es gibt Leute, die gerne den Kopf unter die Motorhaube eines
Autos stecken, selbst den Ölwechsel vornehmen, das Ventilspiel
einstellen. Und es gibt auch Leute, für die das Auto einfach nur fahren
soll. Jemand schrieb mal sinngemäß
Suse kriegt das nicht gebacken. Dauernd müssen sie etwas ändern,
Funktionalitäten mit anderen, neuen Programmen, mit denen man
sich erst vertraut machen muss, erledigen.
Ich suche eine Distri, bei der ich für meine doch ziemlich geringen
Ansprüche vielleicht zwei Wochen zum Einrichten verbringe und die dann
für mindestens ein Jahr lang steht, von Sicherheitsupdates mal abgesehen.
Da kommt mir Debian, das die Stadtverwaltung München gewählt hat und von
dem man liest, daß neue Versionen nur in größeren Abständen kommen, in
den Sinn. Natürlich ist bei opensuse das Einstellen mit yast ziemlich
bequem, und daher die Fragen
- Gibt es ein ähnliches Einstellwerkzeug auch für Debian?
- Ist Debian für jemanden wie mich oder eher nur für die
Eingeweihten zu empfehlen?
- Existiert eine ähnliche Newsgroup wie alt.linux.suse - ich
habe so etwas bisher nicht gefunden - ?
- Ist der Wunsch nach einer pflegearmen Distri ein Wunschtraum,
oder nähern sich andere Distris dem zumindest an?
Natürlich sind auch Bemerkungen, die über meine Fragen hinausgehen,
willkommen.
A. Mehl
Antworten, bitte, an de.comp.os.unix.linux.misc
--
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